Über den Wolken...
MORANE Rallye die 2te:          

Im Winter 2007 / 2008 habe ich dann endlich Zeit gefunden, den vorhandenen
Fliegerland-Bausatz meiner Morane Rallye Nr. 2 in Angriff zu nehmen.
Den Bausatz hatte ich mir nachbestellt, nachdem meine erste Rallye durch die
Scalebauweise doch recht wertvoll und mir deshalb auf Dauer zum fliegen zu
schade geworden ist... (siehe Kopfbild)
Aber auch im Original hatte ich mehrere Jahre lang zwei identische Rallye`s.
Selbst die Lackierung war gleich: eine war blau/weiß , eine orange/weiß

 

Die dreijährige Lagerung im Heizungskeller hat dem Baukasten jedenfalls mal
nicht geschadet. Es waren keine Verzüge im Holz feststellbar.
Ursprünglich wollte ich diese zweite Maschine ohne größeren Scaleaufwand für
den rauhen Flug- oder Schleppbetrieb bauen. Zwar war der Ausbau des Cockpits
geplant, ansonsten jedoch in Standardbauweise, eben nur als "normales" vorbild-
ähnliches Flugmodell.

Aber schon nach den ersten Baustunden überkam mich die Liebe zum Vorbild
wieder, so daß ich beispielsweise anstatt einer einfachen, abnehmbaren Haube,
(wie eigentlich geplant) die noch vom ersten Modell vorhandenen Aluwinkel und
Rohre wiederum zu einer funktionierenden Schiebehaube zusammenbastelte.

Einige Bilder vom Bau:
  

 

 

 
Das ausgebaute Cockpit war sowieso Pflicht. Dann war es auch schon egal, den
Innenraum gleich noch in Echtleder auszukleiden.
Ich habe mir aber geschworen, wenigstens auf die Alubeplankungen und Nieten
zu verzichten und das Modell nur mit Folie zu bespannen, bzw. zu lackieren.
Die Vorflügel deute ich vorläufig (im eingefahrenen Zustand) erstmal nur an,
eine spätere Nachrüstung ist aber ggf. problemlos möglich.
Im Vergleich zur ersten Maschine, für welche rund 1000 Baustunden nötig waren,
schreitet der Bau nun deutlich zügiger voran. Nach rund 30 erholsamen Abenden
je ca. 4 Std. im Bastelkeller, ist die Rallye nun fast lackier- bzw. rohbaufertig!


Stand Weihnachten 2007: der Rumpf ist soweit im Rohbau fertig.


18.02.2008:   Mit der Airbrushpistole habe ich in meiner Werkstatt den Rumpf in
                    der Farbe des Originals lackiert. Das ganze Haus hat tagelang nach
                    Autolack gerochen! (da habe ich keine Pluspunkte gesammelt...)
Bilder unten:
Unsere kleine Trixi will offensichtlich einmal "Schreinerin" werden, jedenfalls hat
sie  tapfer jeden Tag mehrere Stunden bei mir in der Werkstatt ausgeharrt und hat
sich selbst vom gelegentlichen Maschinenlärm nicht im Schlaf stören lassen...
Ohne ein gewisses Quantum Schleifstaub im Fell ging es aber meistens nicht ab....

    
       "Herrli" bastelt, Trixi pennt...                      Unsere "Schreinermeisterin"

Es sind zwar noch einige "strenge Abende" nötig, aber die endgültige Fertigstellung
zum Beginn der Flugsaison ist jedenfalls schon mal in Aussicht.


Das Original am Flugplatz Elsenthal                Das Modell im Garten...

Sehr hilfreich bei der 2. Maschine, waren die damals beim Bau der ersten Rallye angefertigten Schablonen aus kräftigem Karton. Diese konnte ich nun zum Beispiel
für die Spanten im Rumpfinneren wieder verwenden, was viel Arbeitszeit einsparte.
Auch auf alle aufwändigen Berechnungen, Erfahrungen u. Ergebnisse aus langen
nächtlichen "Sitzungen" konnte ich wieder zurückgreifen.
Das zweitemal geht deshalb alles doch viel zügiger voran.

 

Als Motorisierung habe ich zuerst einen 45ccm 2-takt Motor, dann einen 4-Zylinder
Boxer und nun aktuell einen HIMAX 230 Elektromotor an 10s LiPo im Einsatz.
Damit fliegt die Rallye fast geräuschlos, aber dennoch kraftvoll ca. 10 min.
Die Flugeigenschaften sind völlig unkritisch, trotz 10 kg Abflugmasse.


Wer ebenfalls am Nachbau einer Rallye interessiert ist, kann gerne den einen oder
anderen Bautipp von mir erhalten.
Bei Interesse einfach mailen:  barnstein@kbarnstein.de